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Krasnogorov Valentin

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DOKTOR: Wer ruft an, ich, oder Sie?

BESUCHER: Besser Sie. Sonst sagt sie meinen Namen und ich vergesse ihn wieder.

DOKTOR: (Sieht auf den Zettel und w"ahlt die Nummer.) Guten Tag. Kann ich mit Marina sprechen? Das sind Sie? Sehr angenehm. Entschuldigen Sie die Vertraulichkeit, aber ich weiss einfach nicht, wie ich Sie anders anreden soll. Ich rufe aus der Klinik an. Halten Sie mich nicht f"ur taktlos, aber m"ochte erfahren, wie Ihr Mann heisst. Ja, ich verstehe, dass diese Frage etwas seltsam klingt… Ihr Mann interessiert mich ausschliesslich aus medizinischer Sicht. Nein, ich spasse nicht und spiele Ihnen nichts vor… Ich bin wirklich Doktor, und meine Nummer steht in jedem Telefonbuch… (Trocken, mit Nachdruck.) Ihr Mann hat Probleme, und Sie wissen selbst, was das f"ur Probleme sind… ("Argerlich.) Entschuldigen Sie, aber Frechheit ist, wenn man einen unbekannten Menschen grundlos als frech bezeichnet. Ihr Mann…

Das Gespr"ach wird unterbrochen. Der Doktor legt ver"argert den H"orer auf.

BESUCHER: Nun, was hat sie gesagt?

DOKTOR: Sie hat gesagt, dass sie "uberhaupt keinen Mann hat.

BESUCHER: Meine Frau hat keinen Mann? Das ist seltsam.

DOKTOR: Wirklich seltsam.

BESUCHER: Und wer ist sie denn dann?

DOKTOR: Das wollte ich von Ihnen erfahren.

BESUCHER: Und warum haben Sie sie nicht gefragt?

DOKTOR: Weil sie den H"orer aufgelegt hat. Entschuldigen Sie, aber Ihre Ehefrau ist ein ziemlich nerv"oses Gesch"opf.

BESUCHER: Wahrscheinlich, gerade weil sie keinen Mann hat.

DOKTOR: Aber sie ist doch Ihre Frau!

BESUCHER: (Best"urzt.) Richtig. Sagen Sie, weshalb brauchen wir denn "uberhaupt meinen Namen? Das hilft der Behandlung, nicht wahr?

DOKTOR: Um die Krankengeschichte zu beginnen. Um Sie zu beobachten. Um Sie zur Untersuchung zu schicken. Um Ihnen die Rechnung zu schicken, verdammt nochmal!

BESUCHER: Rechnung? Ich f"urchte, dann erinnere ich mich nie an meinen Namen.

DOKTOR: Mit Ihnen kann man den Verstand verlieren.

BESUCHER: Nehmen Sie das nicht zu sehr zu Herzen. Rauchen Sie eine, entspannen Sie sich. Ich habe gute Zigaretten. M"ochten Sie? (Greift in die Tasche.) Hier, nehmen Sie das ganze P"ackchen.

DOKTOR: (Nimmt das P"ackchen.) Das sind keine Zigaretten, das sind Spielkarten.

BESUCHER: Karten? Umso besser. Lassen Sie uns spielen, das lenkt Sie ab.

DOKTOR: Ich hab keine Zeit f"ur solche Dummheiten. Ausserdem, kann ich gar nicht spielen.

BESUCHER: Ich bring es Ihnen bei. (Mischt die Karten schnell und verteilt sie.) In welcher W"ahrung nehmen Sie das Honorar f"ur die Behandlung, in Euro oder in Dollar?

DOKTOR: Ich bevorzuge Euro.

BESUCHER: Ausgezeichnet. Nehmen wir an, Sie setzen 10 Euro auf die Pik-Dame. Dann..

DOKTOR: (Nimmt automatisch Karten auf, aber zu sich kommend, wirft er sie auf den Tisch.) Sie befinden sich im Behandlungszimmer eines Arztes und nicht im Casino! Das haben Sie wohl vergessen? Ich bin ein Privatarzt, und meine Zeit ist teuer. Sehr teuer! Wollen Sie die verspielen?

BESUCHER: Entschuldigen Sie. (R"aumt die Karten weg.)

DOKTOR: (Ersch"opft.) Wissen Sie was? Lassen Sie uns wirklich rauchen. Obwohl ich es eigentlich schon lange aufgeh"ort habe.

BESUCHER: Hier, bitte.

DOKTOR: (Erstaunt.) Aber das sind doch keine Zigaretten, das ist ein Pass. ("Offnet den Pass, vergleicht das Bild. Erfreut.) Ja, das ist Ihr Pass!

BESUCHER: Na, was hab ich Ihnen gesagt? Ich habe ein ausgezeichnetes Ged"achtnis.

DOKTOR: (Mit Blick in den Pass.) So, lieber Anton, endlich haben wir uns bekannt gemacht. (Tr"agt seine Daten in die Krankengeschichte ein.) Anton… Gl"ockner. Gl"ockner, das sind Sie?

ANTON: Wer denn sonst?

DOKTOR: Sind Sie sicher?

ANTON: Sie nicht?

DOKTOR: Nun, gut. Lassen Sie uns endlich zur Sache kommen. Tragen Sie Ihre Beschwerden der Reihe nach vor.

ANTON: (Entschlossen.) H"ochste Zeit. Ehrlich gesagt, ich bin mit Ihnen unzufrieden. Ich zahle Ihnen regelm"assig Unsummen Geld, aber als mich der LKW gerammt hat, haben Sie keinen Finger ger"uhrt.

DOKTOR: Erstens, Sie bezahlen mir bisher kein Geld, schon gar nicht eine Unsumme. Zweitens habe ich keine Ahnung, dass Sie ein LKW gerammt hat.

ANTON: Seltsame Vergesslichkeit Ihrerseits. Ich habe Ihnen doch dar"uber einen Brief geschickt, auf den zu antworten Sie nicht einmal Zeit fanden.

DOKTOR: Ich erinnere mich an keinen Brief.

ANTON: Das heisst, Sie leiden an Ged"achtnisverlust. Der Aufprall war sehr stark, die Folgen schwer. Sie waren einfach verpflichtet, unverz"uglich Massnahmen zu ergreifen.

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