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Воистину
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Бахман Ингеборг

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Ich habe Zutrauen gefasst zum Verzicht. Du weinst, weil ich dich meinen W"unschen vorziehe? Du w"ahlst ein kurzes Los: meine Zeit, und ich will die Verheerungen aller Tr"aume, mit denen du schl"afst und herausreichst aus der Welt. F"ur dich habe ich keinen Trost. Wir werden beisammen liegen, wenn die Bewegung der Berge geschieht, mit einem Steingefuhl, alterslos, auf dem Boden der Nachtfurcht und im Anfang einer grossen Verst"orung. Einmal nur hatte der Mond das Nachsehn. Ins Ge"ast unsres Herzens fiel das einsamere Licht der Liebe. Wie kalt die Welt ist und wie rasch die Schatten sich auf unsre Wurzeln niederlegen!

Aglaja h"ort Myschkin verst"andnislos zu; ihre Erwartungen sind entt"auscht worden, sie springt auf und l"asst Myschkin betroffen stehen. Die V"ogel kehren in den n"achtlichen Garten zur"uck, diesmal um Nastassia Filipowna versammelt, die durch ihre faszinierende Sch"onheit in einem herausfordernden Tanz alles in Atem h"alt. Dann stehen die beiden Frauen voreinander. Nastassia beleidigt Aglaja und wird von einem der Begleiter Aglajas wieder beleidigt. Myschkin geht ab, und die aufgescheuchte Vogelgesellschaft flieht. Das Licht ist auf den Vordergrund gerichtet, w"ahrend die Kulissen fortgetragen werden; nur ein schwarzumkleidetes Podium mit zwei Seitenleitern bleibt auf der B"uhne, und Aglaja und Nastassia tanzen mit schwarzgekleideten Partnern ihre Variationen, als k"ampften sie mit unsichtbaren Floretten auf Leben und Tod. Wenn Myschkin zur"uckkommt, steigen die beiden Frauen auf je eine der Leitern und bedeuten ihm, dass sie seine Erkl"arung erwarten. Aglaja sieht Myschkins Z"ogern, wirft sich vom Podium herunter und wird von ihrem Partner weggetragen. Ehe Myschkin ihr folgen kann, bricht Nastassia wie leblos vor ihm zusammen. Er hebt sie auf und h"alt sie in den Armen.

Auf der leeren B"uhne stehen, in schwarzen Kost"umen, mit dem R"ucken zum Publikum, Menschen mit Kandelabern, w"ahrend Myschkin, zum Publikum gewendet, spricht.

Mit einem geliehenen Wort bin ich, und nicht mit dem Feuer, gekommen und schuld an allem, о Gott! Es sind die Kreuze getauscht, und das eine wird nicht getragen. Schwach lob ich die Strenge Deines Gerichts und ich denke schon an Vergebung, ehe Du sie gew"ahrst. Wo die Angst in mir aufspringt und Helle vor mir herwirft, entdeck ich Schreckliches und meine Schuld an allem, an dem Verbrechen, mit dem ich noch diese Nacht in Deine Nacht kommen muss, und mein heilloses Wissen will ich nicht preisgeben an mein Gewissen. Sei Du die Liebe, ich bin nur in leisem Fieber aus Dir hervorgegangen und unter Fiebernden hinf"allig geworden. Deine Blindheit erkennend, vor der wir eins sind im Dunkel, bekenn ich, dass ich schuld bin an allem, denn Du, seit Du uns nicht mehr siehst, z"ahlst auf ein Wort.

Ein roter Teppich wird herausgerollt. Myschkin dreht sich um und steht jetzt auch mit dem R"ucken zum Publikum. Nastassia erscheint und versucht, auf die Vorderb"uhne zu Myschkin zu gelangen, doch Rogoschin springt einige Male, mit einem Messer in der Hand, dazwischen. Die schwarzen Gestalten fuhren an Ort und Stelle entsprechende Schritte zu einem Bolero aus. Schliesslich ergreift Rogoschin Nastassia und tr"agt sie, mit dem R"ucken zum Publikum, von der B"uhne. Auch die schwarzen Gestalten gehen ab. Die Ikone senkt sich aus dem Schn"urboden herunter. Myschkin steht ohnm"achtig davor.

"Offne mir! Alle Tore sind zugefallen, es ist Nacht, und was zu sagen ist, ist noch nicht gesagt, mir! Die Luft ist voll von Verwesung, und mein Mund hat den blauen Mantel noch nicht gek"usst, "offne mir! Ich lese schon in den Linien deiner Hand, mein Geist, der meine Stirne ber"uhrt und mich heimholen will, "offne mir!

Endlich tritt Rogoschin heraus, und Myschkin geht ihm entgegen.

Geheim ist der Mund, mit dem ich morgen rede. Ich will diese Nacht mit dir wachen und werde dich nicht verraten.

Behutsam fuhrt Rogoschin Myschkin hinter die Ikone. Die B"uhne wird ganz dunkel, und im Dunkeln spricht Myschkin die beiden Terzinen.

In den Str"angen der Stille h"angen die Glocken und l"auten den Schlaf ein, so schlafe, sie l"auten den Schlaf ein. In den Str"angen der Stille kommen die Glocken zur Ruhe, es k"onnte der Tod sein, so komm, es muss Ruhe sein.

Es wird etwas hell. Aus dem Schn"urboden kommen weisse Stricke zu den Kl"angen der Apotheose herab. Myschkin bleibt unbeweglich stehen, und w"ahrend immer mehr Stricke herabsinken, erscheinen T"anzer, die in verhaltenen, feierlichen Bewegungen den Ausbruch des Wahnsinns darstellen.

Choreographie: Tatjana Gsovsky

Musik: Hans Werner Henze

МОНОЛОГ КНЯЗЯ МЫШКИНА {7} [23]

23

Перевод Е. Соколовой.

из балета-пантомимы «Идиот»

Двигаясь, словно куклы, на сцену выходят все участники представления — Парфен Рогожин, Настасья Филипповна, Тоцкий, Ганя Иволгин, генерал Епанчин и Аглая. Пантомима прекращается с последними тактами интрады, [24] на середину выходит князь Мышкин. Он произносит свой монолог без музыкального сопровождения.

Есть слово у меня, я взял его из рук печали, недостойный, ибо с чего бы мне достойней быть других — сосуд для облака, что пало с неба и погрузилось в нас, ужасное, чужое, в нем отблеск красоты и ужас весь земной. (О мука света, мука жара, похожего на все другие, жара, которым мы обязаны недугу и общей боли!) Пускай по сердцу мчится поезд безъязыкий покуда не стемнеет, и все, что светом было мне, вновь не вернется во владенья Тьмы. Наверно, из-за этой самой боли у вас внутри все то, что вы для счастья своего творите, не служит счастию, все то, что вы во имя чести делаете, вовсе не служит вашей чести. Ведь демонами чести смех сожжен, увы, бездонна чаша горькой жизни, дарованной нам, чтоб испить до дна. Нет отклика на встречу, нет ответа, пока текут без остановки слезы, без слов, без остановки, без причины, когда как будто никакой причины им наш тревожить слух. О немота любви!

24

Интрада — небольшая инструментальная пьеса, выполняющая функцию вступления к различным церемониям или музыкальному произведению.

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