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–Es ist ein Katzchen, und es ist bereits verwundet.
Mit den letzten Worten losten wir uns auf.
Jose, Tiburcio und ich kletterten auf einen gunstig gelegenen Felsen. Tiburcio schaute und schaute uber den Schaft seines Gewehrs. Jose war ganz Ohr. Von dort aus konnten wir sehen, was auf dem Felsen geschah, und wir konnten das empfohlene Tempo einhalten, denn die Baume am Hang waren zwar stark, aber selten.
Von den sechs Hunden waren zwei bereits ausser Gefecht gesetzt: Einer lag ausgeweidet vor den Fussen des Tieres; der andere, dessen Eingeweide durch eine aufgerissene Rippe zu sehen waren, war gekommen, um uns zu suchen, und verendete mit klaglichem Winseln neben dem Stein, den wir besetzt hatten.
Mit dem Rucken gegen eine Eichengruppe gelehnt, den Schwanz schwingend, den Rucken aufgerichtet, die Augen blitzend und die Zahne fletschend, schnaubte der Tiger heiser, und wenn er seinen riesigen Kopf schuttelte, machten seine Ohren ein Gerausch, das dem von holzernen Kastagnetten ahnelte. Wenn er sich uberschlug, bedrangt von den Hunden, die zwar nicht angstlich, aber auch nicht sehr gesund waren, tropfte Blut von seiner linken Flanke, die er manchmal zu lecken versuchte, aber vergeblich, denn dann war ihm die Meute mit Vorteil auf den Fersen.
Braulio und Lucas tauchten aus dem Schilf auf dem Felsen auf, aber etwas weiter entfernt von der Bestie als wir. Lucas war bleich, und die Karatflecken auf seinen Wangenknochen waren turkisblau.
Die Jager und das Wild bildeten ein Dreieck und beide Gruppen konnten gleichzeitig schiessen, ohne sich gegenseitig zu verletzen.
–Feuer auf einmal!
– Rief Jose.
–Nein, nein, die Hunde!
– entgegnete Braulio, liess seinen Begleiter allein und verschwand.
Mir war klar, dass ein allgemeiner Schuss alles beenden konnte; aber es war sicher, dass einige Hunde erliegen wurden; und da der Tiger nicht tot war, war es fur ihn ein Leichtes, Unheil anzurichten, wenn er uns ohne geladene Gewehre fand.
Braulios Kopf, mit halb geoffnetem Mund und keuchend, mit aufgerissenen Augen und zerzaustem Haar, lugte aus dem Schilf hervor, ein wenig hinter den Baumen, die den Rucken des Tieres schutzten: in der Rechten hielt er seinen Speer, mit der Linken lenkte er die Ranken ab, die ihn daran hinderten, gut zu sehen.
Wir waren alle sprachlos; die Hunde selbst schienen sich fur das Ende des Spiels zu interessieren.
rief Jose schliesslich:
–Hubi! Killaleon! Hubi! Hubi! Mach ihn fertig, Truncho!
Es war nicht ratsam, der Bestie einen Aufschub zu gewahren, und Braulio sollte nicht noch mehr in Gefahr gebracht werden.
Die Hunde griffen gleichzeitig wieder an. Ein weiterer von ihnen starb ohne zu wimmern.
Der Tiger stiess ein entsetztes Miauen aus.
Braulio erschien hinter der Eichengruppe auf unserer Seite, den Speerschaft ohne Klinge in der Hand.
Das Tier drehte sich in dieselbe Richtung, um ihn zu suchen, und schrie auf:
–Feuer! Feuer!
– …und sprang an die Stelle zuruck, an der er zugeschlagen hatte.
Der Tiger war auf der Suche nach ihm. Lucas war verschwunden. Tiburcio hatte eine olivfarbene Haut. Er zielte und nur der Koder war verbrannt.
Jose schoss: der Tiger brullte erneut, als wolle er sich in den Rucken beissen, und sprang sofort auf Braulio zuruck. Dieser drehte sich hinter den Eichen um und sturzte sich auf uns, um den Speer aufzuheben, den Jose auf dich warf.
Dann stand das Tier vor uns. Ich hatte nur meine Schrotflinte zur Verfugung: Ich schoss; der Tiger setzte sich auf seinen Schwanz, taumelte und fiel.
Braulio blickte instinktiv zuruck, um die Wirkung des letzten Schusses zu sehen. Jose, Tiburcio und ich waren ihm bereits dicht auf den Fersen, und wir alle stiessen gleichzeitig einen Triumphschrei aus.
Das Tier spritzte schaumiges Blut aus seinem Maul, seine Augen waren trub und unbeweglich, und im letzten Anfall des Todes streckte es seine zitternden Beine aus und wirbelte die Laubstreu auf, wahrend es seinen schonen Schwanz ein- und ausrollte.
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