Шрифт:
–Wie konntest du dir so etwas nur vorstellen?
– Sie hat deinen Freund nur zweimal gesehen, einmal, als er fur ein paar Stunden hier war, und einmal, als wir seine Familie besuchten.
–Aber, meine Liebe, es bleibt nur noch wenig Zeit, um das, was ich gedacht habe, zu rechtfertigen oder verschwinden zu lassen. Es scheint mir, dass es sich lohnt, darauf zu warten.
–Sie sind sehr ungerecht, und Sie werden es bereuen, so gehandelt zu haben. Maria, die aus Wurde und Pflichtgefuhl weiss, wie viel besser sie sich beherrschen kann als du, verschweigt, wie sehr dein Verhalten sie leiden lasst. Ich traue meinen Augen kaum; ich bin erstaunt uber das, was du soeben gesagt hast; ich, der ich dachte, dir eine grosse Freude zu machen und alles wieder gut zu machen, indem ich dir mitteile, was Mayn uns gestern beim Abschied gesagt hat!
–Sag es, sag es", flehte ich und setzte mich auf.
–Wozu das Ganze?
–Wird sie nicht immer… wird sie nicht immer meine Schwester sein?
–Oder kann ein Mann ein Gentleman sein und tun, was du tust? Nein, nein, so etwas darf ein Sohn von mir nicht tun! Deine Schwester! Und du vergisst, dass du das zu jemandem sagst, der dich besser kennt als du dich selbst! Deine Schwester! Und ich weiss, dass sie dich geliebt hat, seit sie euch beide auf meinem Schoss geschlafen hat! Und glaubst du es jetzt? Jetzt, wo ich gekommen bin, um mit dir daruber zu sprechen, erschrocken uber das Leid, das das arme Ding vergeblich versucht, vor mir zu verbergen?
–Ich mochte Ihnen nicht einen Augenblick lang Anlass zu einem solchen Missfallen geben, wie Sie es mich wissen lassen. Sagen Sie mir, was ich tun soll, um das abzustellen, was Sie an meinem Verhalten verwerflich finden.
–Willst du nicht, dass ich sie so sehr liebe wie dich?
–Ja, Madam, und das ist es auch, nicht wahr?
–Es wird so sein, obwohl ich vergessen hatte, dass sie keine andere Mutter hat als mich, und Salomons Empfehlungen und das Vertrauen, dessen er mich fur wurdig hielt; denn sie verdient es, und sie liebt dich so sehr. Der Arzt versichert uns, dass Marys Krankheit nicht diejenige ist, an der Sara litt.
–Hat er das gesagt?
–Ja, Ihr Vater war diesbezuglich beruhigt und wollte, dass ich es Ihnen mitteile.
–Kann ich also wieder mit ihr zusammen sein wie vorher?
– , fragte ich verargert.
–fast…
–Oh, sie wird mich entschuldigen, meinst du nicht? Der Arzt hat gesagt, es bestehe keinerlei Gefahr?
– fugte ich hinzu; "es ist notwendig, dass Charles es erfahrt.
Meine Mutter schaute mich seltsam an, bevor sie mir antwortete:
–Und warum sollte man es vor ihm verheimlichen? Es ist meine Pflicht, Ihnen zu sagen, was Sie meiner Meinung nach tun mussen, da die Herren von M*** morgen kommen sollen, wie sie ankundigen. Sag es Maria heute Nachmittag. Aber was kannst du ihr sagen, das ausreichen wurde, um deine Abwesenheit zu rechtfertigen, ohne die Anordnungen deines Vaters zu missachten? Und selbst wenn du ihr sagen konntest, was er von dir verlangt hat, konntest du dich nicht entschuldigen, denn es gibt einen Grund fur das, was du in diesen Tagen getan hast, den du aus Stolz und Zartgefuhl nicht preisgeben darfst. Das ist die Folge. Ich muss Maria den wahren Grund deines Kummers sagen.
–Aber wenn du das tust, wenn ich leichtglaubig war, was ich geglaubt habe, was wird sie dann von mir denken?
–Er wird dich fur weniger krank halten, als dass du dich einer Wankelmutigkeit und Inkonsequenz fur fahig haltst, die abscheulicher ist als alles andere.
–Sie haben bis zu einem gewissen Punkt recht; aber ich bitte Sie, Maria nichts von dem zu sagen, woruber wir gerade gesprochen haben. Ich habe einen Fehler gemacht, unter dem ich vielleicht mehr gelitten habe als sie, und ich muss ihn wiedergutmachen; ich verspreche dir, dass ich ihn wiedergutmachen werde; ich verlange nur zwei Tage, um es richtig zu tun.
–Nun", sagte er und stand auf, um zu gehen, "gehst du heute aus?
–Ja, Ma'am.
–Wohin gehst du?
Ich werde Emigdio seinen Willkommensbesuch abstatten, und das ist unerlasslich, denn ich habe ihm gestern mit dem Butler seines Vaters mitgeteilt, dass er mich heute zum Mittagessen erwartet.
–Aber Sie werden fruher zuruck sein.
–Um vier oder funf Uhr.
–Komm und iss hier.
–Bist du wieder mit mir zufrieden?
–Naturlich nicht", antwortete er und lachelte. Also bis zum Abend: Grussen Sie die Damen von mir und den Madchen.
Kapitel XVIII
Ich war bereit zu gehen, als Emma in mein Zimmer kam. Sie war uberrascht, mich mit einem lachenden Gesichtsausdruck zu sehen.
–Wohin gehst du denn so glucklich?", fragte er mich.
–Ich wunschte, ich musste nirgendwo hingehen. Um Emigdio zu sehen, der sich in jedem Ton uber meine Unbestandigkeit beschwert, wann immer ich ihn treffe.
–Wie ungerecht!
– rief er lachend aus. Unfair Sie?
–Woruber lachst du?
–Armes Ding!
–Nein, nein: Sie lachen uber etwas anderes.
–Genau das ist es", sagte er, nahm einen Kamm von meinem Badetisch und kam auf mich zu. Lassen Sie mich Ihr Haar fur Sie kammen, denn Sie wissen, Herr Constant, dass eine der Schwestern Ihres Freundes ein hubsches Madchen ist. Schade", fuhr sie fort und kammte das Haar mit Hilfe ihrer zierlichen Hande, "dass Meister Ephraim in letzter Zeit ein wenig blass geworden ist, denn die buguenas konnen sich keine mannliche Schonheit ohne frische Farbe auf den Wangen vorstellen. Aber wenn Emigdios Schwester das wusste....