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Isaacs Jorge

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–Du bist heute sehr gesprachig.

–Ja? Und du bist sehr frohlich. Schau in den Spiegel und sag mir, ob du nicht gut aussiehst.

–Was fur ein Besuch!
– rief ich aus, als ich Marias Stimme meine Schwester rufen horte.

–Wirklich. Wie viel besser ware es doch, auf den Gipfeln des Boqueron de Amaime spazieren zu gehen und die… grossartige und einsame Landschaft zu geniessen, oder wie ein verwundetes Vieh durch die Berge zu laufen und die Mucken zu verscheuchen, ohne Rucksicht darauf, dass der Mai voller Mucken ist…, armes Ding, das ist unmoglich.

–Maria ruft dich an", unterbrach ich.

–Ich weiss, wofur es ist.

–Wozu?

–um ihm zu helfen, etwas zu tun, was er nicht tun sollte.

–Kannst du sagen, welcher es ist?

–Sie wartet darauf, dass ich Blumen hole, um diese zu ersetzen", sagte sie und deutete auf die Vase auf meinem Tisch, "und wenn ich sie ware, wurde ich keine weiteren Blumen hineinstellen.

–Wenn du nur wusstest…

–Und wenn du wusstest…

Mein Vater, der mich von seinem Zimmer aus anrief, unterbrach das Gesprach, das, wenn es fortgesetzt worden ware, das vereitelt hatte, was ich seit meinem letzten Gesprach mit meiner Mutter zu tun versucht hatte.

Als ich das Zimmer meines Vaters betrat, schaute er auf das Fenster einer schonen Taschenuhr und sagte: "Das ist eine schone Uhr:

–Es ist eine bewundernswerte Sache; sie ist zweifellos die dreissig Pfund wert. Er wandte sich sofort an mich und fugte hinzu:

–Dies ist die Uhr, die ich in London bestellt habe; sehen Sie sie sich an.

–Sie ist viel besser als die, die du benutzt", bemerkte ich und untersuchte sie.

–Aber der, den ich benutze, ist sehr genau, und deiner ist sehr klein: Du musst ihn einem der Madchen geben und diesen fur dich selbst nehmen.

Ohne mir Zeit zu lassen, ihm zu danken, fugte er hinzu:

–Gehst du zum Haus von Emigdio? Sag seinem Vater, dass ich die Perlhuhnweide vorbereiten kann, damit wir sie gemeinsam masten konnen; aber dass sein Vieh am funfzehnten des nachsten Jahres fertig sein muss.

Ich kehrte sofort in mein Zimmer zuruck, um meine Pistolen zu holen. Maria, die aus dem Garten kam, reichte Emma am Fusse meines Fensters einen Strauss Montenegros, Majoran und Nelken; aber die schonsten von ihnen, wegen ihrer Grosse und Uppigkeit, waren auf ihren Lippen.

–Guten Morgen, Maria", sagte ich und beeilte mich, die Blumen in Empfang zu nehmen.

Sie wurde augenblicklich blass und erwiderte den Gruss knapp, wobei ihr die Nelke aus dem Mund fiel. Sie reichte mir die Blumen und liess einige zu meinen Fussen fallen, die sie aufhob und in meine Reichweite legte, als ihre Wangen wieder rot wurden.

–Willst du die alle gegen die Nelke tauschen, die du auf den Lippen hattest", sagte ich, als ich die letzten erhielt.

–Ich bin draufgetreten", antwortete er und senkte den Kopf, um nach ihr zu suchen.

–So getreten, will ich euch dies alles fur ihn geben.

Er blieb in der gleichen Haltung, ohne mir zu antworten.

–Darf ich sie abholen?

Dann buckte er sich, um sie zu nehmen, und reichte sie mir, ohne mich anzuschauen.

Wahrenddessen tat Emma so, als sei sie von den neuen Blumen vollig abgelenkt.

Ich schuttelte Marys Hand, als ich ihr die gewunschte Nelke uberreichte, und sagte zu ihr:

–Danke, danke! Wir sehen uns heute Nachmittag.

Sie hob ihren Blick und sah mich mit dem entzuckendsten Ausdruck an, den Zartlichkeit und Bescheidenheit, Vorwurfe und Tranen in den Augen einer Frau hervorrufen konnen.

Kapitel XIX

Ich war etwas mehr als eine Meile gegangen und kampfte bereits damit, die Tur zu offnen, die den Zugang zu den Mangones der Hazienda von Emigdios Vater ermoglichte. Nachdem ich den Widerstand der schimmligen Scharniere und der Welle und den noch hartnackigeren Widerstand des Pylons aus einem grossen Stein uberwunden hatte, der mit einem Bolzen am Dach aufgehangt war und die Passanten qualte, indem er diese eigenartige Vorrichtung geschlossen hielt, schatzte ich mich glucklich, nicht im steinigen Schlamm stecken geblieben zu sein, dessen respektables Alter man an der Farbe des stehenden Wassers erkennen konnte.

Ich durchquerte eine kurze Ebene, in der Fuchsschwanz, Buschwerk und Brombeere die sumpfigen Graser beherrschten; dort grasten einige geschorene Fraspferde, hupften Fohlen und meditierten alte Esel, die durch das Tragen von Brennholz und die Grausamkeit ihrer Maultiertreiber so zerfetzt und verstummelt waren, dass Buffon ratlos gewesen ware, wenn er sie hatte einordnen mussen.

Das grosse, alte Haus, das von Kokosnuss- und Mangobaumen umgeben war, hatte ein aschfahles, durchhangendes Dach mit Blick auf den hohen, dichten Kakaohain.

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