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Воистину
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Бахман Ингеборг

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Под землей есть огонь, и он чист как вода. Под землей есть огонь, закипает руда. Под землей есть поток, в нас втекает беда. Под землей есть поток, прах сгорит навсегда. Идет великий огонь, идет по земле поток. Нам быть в зале суда.

BRIEF IN ZWEI FASSUNGEN

Rom im November abends besten Dank das glatte Marmorriff die kalten Fliesen die Gischt der Lichter eh die Tore schliessen der Klang mit dem erfrorne Gl"aser springen der Singsang den sie aus Gitarren wringen eh sie die Sch"adel in die M"unzen stanzen auf die Arena mit Zypressenlanzen! der Holzwurm ist bei mir zu Tisch gesessen — wie wohl ein Blatt aussieht das Raupen fressen? und Herbst in Nebelland die bunten Lumpen der W"alder unter grossen Regenpumpen ob es die K"auzchen gibt das Todeswerben die Drachen die in warmen S"umpfen sterben das Segel schwarz den Ungl"ucksschrei der Raben den Nordwind um die Wasser umzugraben das Geisterschiff die Halden und die Heiden schutt"uberh"auft das Haus die Trauerweiden verschuldet und vertr"ant am Strom aus S"argen den Wahnsinn den sie aus der Tiefe bergen Immer und Nimmermehr gemischt zum Trank dein wehes Herz verg"otternd alle Leiden vernichtet und verloren liebeskrank… Nachts im November Rom Einklang und Ruh der Abschied ohne Kr"ankung ist vollzogen die Augen hat ein reiner Glanz beflogen die S"aulen wachsen aus den Tamarinden о Himmel den die blauen T"one binden! es landen Disken in den Brunnenmitten sie drehen sich zu leichten Rosenschritten woll"ustig dehnen Katzen ihre Krallen der Schlaf hat einen letzten Stern befallen der Mund entkommt den K"ussen ohne Kerben der Seidenschuh ist unverletzt von Scherben rasch sinkt der Wein durch d"ammernde Gedanken springt wieder Licht mit seinen hellen Pranken umgreift die Zeiten schleudert sie ins Heute die H"ugel st"urmt die erste Automeute vor Tempeln paradieren die Antennen empfangen Morgench"ore und entbrennen f"ur jeden Marktschrei Preise Vogelrufe ins Pflaster taucht die Spiegelschrift der Hufe die Chrysanthemen sch"utten Gr"aber zu Meerhauch und Bergwind mischen Duft und Tr"anen ich bin inmitten — was erwartest du?

ПИСЬМО В ДВУХ РЕДАКЦИЯХ {18} [37]

Ноябрь рим вечер прежнее жилье продрогший воздух мраморные плиты из окон свет покуда не закрыты звон стекол разбиваемых попарно восторги исторгают из гитары покуда не впечатаются лбами в арену с кипарисными столбами! жучок древесный ужинал со мною — смоковница с обглоданной корою? в соседних странах осень и в лохмотья леса ушли расхристанною плотью бывают ли сычишки а драконы гуляют во фланелевых кальсонах страх смерти безутешные вороны косматый парус в лодке похоронной корабль премудрых мчащиеся тучи тропинка к дому дом на самой круче гробов и слез слепая вереница бессилие безумье власяница Всегда и Никогда смешав в питье обожествляя боль желая жгучей и в сердце опрокинуться твое… Ночь рим ноябрь и больше не тревожь прощанье без упреков и обиды из темноты растут кариатиды качаются колонны и пилястры цветет сухое небо вянут астры ныряет лунный диск во тьму колодца уснуть неровно нервно как придется у камелька нашептывают бредни сморило на углу фонарь последний не остается ран от поцелуя рука ушла в перчатку кружевную вино на вкус немного слаще дегтя рассветный луч о крыши точит когти и в клочья рвет вчерашнюю кручину мой холм штурмуют первые машины с крыш храмов жадно слушают антенны архангелов Лукавому на смену крик рыночный и сделки шито-крыто по мостовой ослиные копыта мысль о могилах повергает в дрожь морской зефир приносит прах и пену я посредине — и чего ты ждешь?

37

Перевод В.Топорова.

SCHATTEN ROSEN SCHATTEN

Unter einem fremden Himmel Schatten Rosen Schatten auf einer fremden Erde zwischen Rosen und Schatten in einem fremden Wasser mein Schatten

ТЕНИ РОЗЫ ТЕНИ {19} [38]

Под чужим небом тени розы тени на чужой земле между тенью и розой на поверхности чужой воды моя тень

38

Перевод Е. Соколовой.

LIEDER AUF DER FLUCHT

Dura legge d'Amor! та, ben che obliqua,

Servar convensi; perb ch 'ella aggiunge

Di cielo in terra, universale, antiqua.

Petrarca, "I Trionfi"
I
Der Palmzweig bricht im Schnee, die Stiegen st"urzen ein, die Stadt liegt steif und gl"anzt im fremden Winterschein. Die Kinder schreien und ziehn den Hungerberg hinan, sie essen vom weissen Mehl und beten den Himmel an. Der reiche Winterflitter, das Mandarinengold, treibt in den wilden B"oen. Die Blutorange rollt.
II
Ich aber liege allein im Eisverhau voller Wunden. Es hat mir der Schnee noch nicht die Augen verbunden. Die Toten, an mich gepresst, schweigen in allen Zungen. Niemand liebt mich und hat f"ur mich eine Lampe geschwungen!
III
Die Sporaden, die Inseln, das sch"one St"uckwerk im Meer, umschwommen von kalten Str"omen, neigen noch Fr"uchte her. Die weissen Retter, die Schiffe — о einsame Segelhand! — deuten, eh sie versinken, zur"uck auf das Land.
IV
K"alte wie noch nie ist eingedrungen. Fliegende Kommandos kamen "uber das Meer. Mit allen Lichtern hat der Golf sich ergeben. Die Stadt ist gefallen. Ich bin unschuldig und gefangen im unterworfenen Neapel, wo der Winter Posilip und Vomero an den Himmel stellt, wo seine weissen Blitze aufr"aumen unter den Liedern und er seine heiseren Donner ins Recht setzt. Ich bin unschuldig, und bis Camaldoli r"uhren die Pinien die Wolken; und ohne Trost, denn die Palmen schuppt sobald nicht der Regen; ohne Hoffnung, denn ich soll nicht entkommen, auch wemm der Fisch die Flossen sch"utzend str"aubt und wenn am Winterstrand der Dunst, von immer warmen Wellen aufgeworfen, mir eine Mauer macht, auch wenn die Wogen fliehend den Fliehenden dem n"achsten Ziel entheben.
V
Fort mit dem Schnee von der gew"urzten Stadt! Der Fr"uchte Luft muss durch die Strassen gehen. Streut die Korinthen aus, die Feigen bringt, die Kapern! Belebt den Sommer neu, den Kreislauf neu, Geburt, Blut, Kot und Auswurf, Tod — hakt in die Striemen ein, die Linien auferlegt Gesichtern misstrauisch, faul und alt, von Kalk umrissen und in "ol getr"ankt, von H"andeln schlau, mit der Gefahr vertraut, dem Zorn des Lavagotts, dem Engel Rauch und der verdammten Glut!
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